Dankbarkeit als Tool in Phasen des Stillstands und der Neuausrichtung

Aktualisiert: 4. März

Kennst du dieses Gefühl - manchmal denkst du, es geht nicht voran?

Deine Ziele fühlen sich sehr weit weg an?

Dir fehlt der Antrieb?




 

Besonders an diesen Tagen, in denen ich mich antriebslos fühle oder mein Leben einem Stillstand gleicht, hilft es mir, mir diese Frage zu stellen: "Remember when you wanted what you currently have?" (Frei übersetzt: Weißt du noch, als du dir das gewünscht hast, was du jetzt hast?). Durch diesen Blick auf mein Leben aus der Vogelperspektive stelle ich immer wieder fest, wie viel passiert, wie beschenkt ich bin und dass es im Schnitt doch irgendwie immer bergauf geht.


Ein wichtiger Aspekt meiner Dankbarkeitspraxis und persönlichen Entwicklung: ich führe mir immer wieder vor Augen, was ich bereits alles in meinem Leben habe und aktiv erreicht habe.

Das Leben verläuft in Phasen und ist ein Prozess, in dem nicht alles geradlinig verläuft - zum Glück!


Inzwischen habe ich diese Phasen sehr zu schätzen gelernt und nutze sie bewusst für meine persönliche Entfaltung:


In kreativen und energetisch aufgeladenen Phasen gehe ich große Schritte voran, schaue nach vorne und bin in meiner Umsetzungskraft. "Nicht viel denken, machen!" ist hier das Motto.


In den Phasen, wo ich mich eher nach Rückzug sehne und der Akku leer ist, reflektiere diese Prozesse und Schritte, die ich getan habe. Ich sehe diese als Regenerations- und Heilungsphasen an, wo das Motto eher "Nicht viel machen, einfach sein!" lautet.


Bei der Reflektion fällt mir immer wieder auf, in welchen Aspekten ich mein Leben aktiv zum positiven verändern konnte und dass ich mehr Zeit im "einfach Sein" verbringen darf.


Früher habe ich die ruhigen Phasen abgelehnt, da ich dort nicht so leistungsfähig war, nichts "erreicht" habe und mich eher melancholisch fühlte. Heute umarme ich sie und freue mich schon darauf, nach einer intensiven Phase des Umsetzens wieder einzukehren.

Diese ruhigen Phasen dienen der Integration und Neuausrichtung und sind mindestens genau so wichtig, wie die aktiveren Phasen.


Mein Tipp: Nutze gerade diese ruhigeren Phasen, in denen du vermeintlich stillstehst und vielleicht nicht die Kraft hast, große Schritte zu tun, um einzukehren und zu reflektieren.

Als Inspiration kannst Du dir in diesen Momenten die folgenden Fragen stellen, darüber meditieren oder Tagebuch führen:

  • wie fühle ich mich aktuell in meinem Leben?

  • in welche Richtung bewege ich mich?

  • welche Ziele habe ich mir in der Vergangenheit gesetzt?

  • welche Ziele habe ich erreicht?

  • was hat sich neben diesen Zielen positiv verändert?

  • welche Ziele sind mir noch wichtig, welche nicht?

  • möchte ich mich in Zukunft so fühlen, wie ich mich jetzt fühle?

Mithilfe dieser Fragen überprüfe ich mich selbst, meine Werte und Handlungen, richte mich gegebenenfalls in manchen Lebensbereichen neu aus, korrigiere meinen Kurs - und manchmal freue mich einfach darüber, dass ich für mich auf dem richtigen Weg bin :-).


Ein letzter Tipp: Akzeptanz und Annahme sind an solchen Tagen - wie so oft - Schlüsselelemente, darum kann eine Achtsamkeitseditation auch hier Wunder wirken.





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